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I'm not convinced: Der Irakkrieg und die rot-grünen Jahre von Joschka Fischer

Gebundene Ausgabe von Kiepenheuer & Witsch Verlag
Preis bei Amazon: EUR 22,95, Angebote ab EUR 14,00

ISBN: 3462040812, Erscheinungsdatum: Februar 2010, Auflage: 1
Produktgruppe Bücher
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Produktbeschreibung

Der Irak-Krieg und die rot-grünen Jahre
Erscheinungsjahr: 2011
Gewicht: 536 gr / Abmessung: 22 cm
Von Fischer, Joschka

Zeitgeschichte von innen: Als Deutschland Nein sagte zum Krieg - Joschka Fischers Erinnerungen an dramatische Wendepunkte der Zeitgeschichte.
Der 11. September 2001 leitete eine Zeitwende ein, die die Regierung und den damaligen Außenminister der rot-grünen Koalition vor dramatische Herausforderungen stellte. Der zweite Band von Joschka Fischers Erinnerungen reicht vom Beginn des Afghanistan-Kriegs und des Irak-Kriegs bis zum Ende der rot-grünen Epoche.
Der zweite Band von Joschka Fischers Memoiren über seine Zeit als Bundesaußenminister in der rot-grünen Regierung beginnt mit dem 11. September 2001 und behandelt ausführlich den Krieg in Afghanistan und die sich unmittelbar an die Kampfhandlungen anschließende Afghanistan-Konferenz auf dem Petersberg bei Bonn, in der die Nachkriegsordnung für das Land festgelegt wurde.
Im Zentrum des Buchs steht die dramatische Entwicklung hin zum Irak-Krieg, gegen den Fischer seit den allerersten Anfängen Stellung bezogen hat.
Das Zerwürfnis zwischen Deutschland und Amerika wegen des Krieges im Irak, die dramatischen Tage auch innerhalb der Bundesregierung im Januar/Februar 2003, als es um das Abstimmungsverhalten Deutschlands im Sicherheitsrat ging, sowie Deutschlands schwierige Gratwanderung zwischen seinem Nein zum Krieg und seiner Rolle als wichtigster Bündnispartner der USA in Europa werden von Fischer umfassend dargestellt.
2003 begann auch der Versuch der drei europäischen Mächte - Deutschland, Frankreich und Großbritannien -, die drohende Gefahr einer militärischen Nuklearisierung des Irans auf dem Verhandlungswege abzuwenden. Ebenso vertieften sich die Differenzen zwischen Kanzler un

Aus der Amazon.de-Redaktion

Man mag zur rot-grünen Bundesregierung gestanden haben, wie man will. Eines steht fest: Sie hat Deutschland vor dem verhängnisvollen Mitmarschieren in den Krieg gegen den Irak bewahrt und sich damit historische Verdienste erworben. Während sich Angela Merkel 2002 bemüßigt gefühlt hatte, in Washington vorstellig zu werden, um für den Fall eines Unionssieges bei den bevorstehenden Bundestagswahlen ihre Gefolgsbereitschaft zu versichern, haben die Falken um George W. Bush bei Bundeskanzler Gerhard Schröder und erst recht bei seinem Vize, Außenminister Joschka Fischer, bis zuletzt auf Granit gebissen. Unvergessen wie dieser auf der Münchner Sicherheitskonferenz dem als Kriegstreiber auftretenden US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld ein beherztes ?I am not convinced? entgegen schleuderte. Wie berechtigt die Zweifel an der windelweichen Beweislage für die mobilen Massenvernichtungswaffenarsenale des irakischen Diktators Saddam Hussein waren, denen Fischer mit diesen Worten Ausdruck verlieh, belegt just zum Zeitpunkt des Erscheinens des gleichnamigen zweiten Bandes seiner Erinnerungen an die rot-grünen Regierungsjahre ein Interview im Guardian, in dem sich der seinerzeit vom BND unter dem Decknamen ?Curveball? geführte Überläufer, auf dessen Kronzeugenaussagen sich die Amerikaner stützten, selbst als eine Art Lügner für die gute Sache ?outete?.

Weit über die Hälfte des gut 370 Seiten starken, erstaunlich gut, lebendig und spannend geschriebenen Werkes, das erkennbar aus Fischers eigener Feder stammt, ist dem Eiertanz um den Irak-Krieg gewidmet. Es setzt an jenem denkwürdigen 11. September 2001 ein, und es scheint so, als hätte sich tatsächlich alles so zugetragen, wie man es sich vorgestellt und irgendwie auch noch bestens in Erinnerung hat. Selbst hinter den Kulissen, wo ja gerade auf dem außenpolitischen Parkett für gewöhnlich das Arkanprinzip waltet, wie die Enthüllungen von Wikileaks belegen. Fischer versteht es, seinen ungewöhnlich unpolemisch und unprätentiös gehaltenen Geschichtsrapport mit intelligenten Exkursen von großer analytischer Kraft zu garnieren. So etwa wenn er auf die für die verheerenden Bush-Doktrinen verantwortlichen ?Neocons? zu sprechen kommt, die er als einen von der radikalen Linken zur Ultrarechten mutierten Haufen von Weltverbesserungssektierern vorstellt , deren Machbarkeitsutopismus alles andere als konservativ sei: ?Wenn man so will, war meine Ablehnung der Neokonservativen und ihres Marsches in den Krieg gegen den Irak nicht nur intellektuell und politisch begründet, sondern auch sehr stark eine Instinktreaktion, die sich aus meiner eigenen linksradikalen Biografie ergab.?

Man mag ja zum Opportunismus des machtpolitischen Chamäleons Fischer stehen wie man will, zu seinen Selbstinszenierungen und Metamorphosen vom militanten Berufsrevolutionär zum friedensbewegten Ökopax, vom großmäuligen Oppositionsführer im Bundestag zum bedächtigen Vizekanzler. Doch eines muss man ihm lassen: Wie in allen seinen Rollen ist er auch als Diplomat im Dreiteiler zu Hochform aufgelaufen. Bei aller berechtigten Kritik an der von ihm mitbetriebenen Neudefinition des militärischen Selbstverständnisses der Bundesrepublik hat er ihr damit zweifellos zu größerer Weltgeltung verholfen. Und seine Meriten für das europäische Einigungsprojekt sind trotz der von den Amerikanern geschürten vorübergehenden Irritationen zwischen ?altem? und ?neuem? Europa unbestritten. Und was die zweifelhafte China- und Russlandpolitik anbelangt, so geht diese eindeutig auf die Kappe Gerhard Schröders. Er war es, der die speziellen Beziehungen zu diesen beiden Staaten irgendwann ohne Rücksprache zur Chefsache und Wladimir Putin zu seinem Busenfreund machte. Nicht ohne Auswirkungen auf Innenpolitik und Koalitionsklima übrigens, wie wir erfahren. Scheint doch abwechselnd das Vorbild Putins und des französischen Staatspräsidenten Jacques Chirac vor Augen Schröders Urteilsvermögen über Macht und Kompetenzen eines deutschen Bundeskanzlers allmählich gelitten zu haben.

Eine erstaunliche Erkenntnis für einen, der als konkurrierendes Alphatierchen im Amt alles andere als frei von Selbstüberschätzung war. Und so kommt es, dass sich am Ende der Lektüre seines Buches fast ein wenig Wehmut über den Verlust des großen Zampanos einstellt. Auch wenn man es einem Wichtigtuer wie ihm zunächst einmal erst Recht nicht gegönnt hat, muss man nachgerade zugeben, dass in Anbetracht der internationalen Lage ein Joschka Fischer auf dem Posten von Catherine Ashton als oberster Repräsentant der EU-Außenpolitik sicherlich die bessere Wahl gewesen wäre. ? Roland Detsch

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Produkt-Bild: Die rot-grünen Jahre: Deutsche Außenpolitik vom Kosovo bis zum 11. September

Die rot-grünen Jahre: Deutsche Außenpolitik vom Kosovo bis zum 11. September von Joschka Fischer

Taschenbuch von Knaur TB
Preis bei Amazon: EUR 8,95, Angebote ab EUR 0,01

ISBN: 3426780836, Erscheinungsdatum: November 2008, Auflage: 1
Produktgruppe Bücher
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Aus der Amazon.de-Redaktion

Nie wieder Krieg. Nie wieder Auschwitz. Diese zwei Prinzipien galten nicht nur für Joschka Fischer unumstößlich. Doch dann marschierte die serbische Armee 1999 im Kosovo ein. Deutschland musste sich entscheiden, entweder ?ethnische Säuberungen? zuzulassen oder erstmals seit 1945 wieder Krieg zu führen. Folglich steht die Kosovo-Krise im Zentrum dieses politischen Rückblicks. Zudem erörtert der Ex-Außenminister und -Vizekanzler den rot-grünen Wahlsieg 1998, die anschließenden Regierungsgeschäfte, die Partei-, Nahost- sowie Europapolitik samt EU-Osterweiterung. Anekdoten erzählen von Schröders Haifischlächeln, einem schmuddeligen Hotel in New York oder davon, worüber sich Madeleine Albright einmal köstlich amüsierte.

Staatstragend, offen und persönlich, mitunter ausschweifend erklärt, ja legitimiert der Politiker getroffene Entscheidungen. Der Leser jettet gleichsam mit Joschka Fischer durch die Welt -- von Konferenz zu Krisenherd und zurück nach Berlin. Da Fischers Erinnerungen immer länger wurden und zwei angekündigte Erscheinungstermine verschoben werden mussten, reifte die Idee heran, seine Sicht der Dinge in zwei Bücher zu fassen. Deshalb reichen die vorliegenden Memoiren nur bis zum 11. September 2001. In einem zweiten Band wird Fischer die Zeit vom Terror-Anschlag auf das World Trade Center bis zur Bundestagswahl 2005 beleuchten.

Laut Umfragen war Joschka Fischer jahrelang der beliebteste Politiker Deutschlands. Im politischen Alltag jedoch fühlte sich der Pragmatiker oft zwischen Bundeskanzler und grüner Partei wie ?eingeklemmt zwischen Baum und Borke?. Keinen Hehl macht der charismatische Macher daraus, dass ihn Parteilinke wie Jürgen Trittin mit ihren grundsätzlichen Vorbehalten und anstrengenden Diskussionen nerven. ?Politik kennt keinen Konjunktiv?, hält Fischer dagegen. So steht dieses Buch auch als Mahnung an Bündnis 90/Die Grünen, sich keinen politischen Illusionen hinzugeben. Vielmehr könne die Partei nur mittels realpolitischer Pragmatik zurück an die Regierung kommen. Und darum gehe es letztendlich in der Politik, so Realo Fischer überzeugt. --Herwig Slezak

Aus der Amazon.de-Hörbuchredaktion

Der Grüne Joschka Fischer ist müde. Das sieht man schon auf dem Cover des ersten Bandes seiner Memoiren, Die rot-grünen Jahre

. Das dort abgedruckte Porträtfoto, das niemand Geringerer als der Hausfotograf gealterter Rockstars, Jim Rakete, geschossen hat, zeigt einen in Würde ergrauten Pensionär, dessen Blick zwischen Lustlosigkeit und spöttischer Distanz zum Weltgeschehen changiert. Dass Deutschlands ehemaliger Außenminister müde ist, das hört man aber auch in dieser gegenüber der Buchausgabe gekürzten Hörbuchfassung an vielen Stellen klar heraus. Denn hin und wieder meint man in Fischers etwas monotoner Stimme die Langeweile eines Ruheständlers herauszuhören, den man aufgestört hat -- und der aus dem Studio am liebsten schnell wieder zurück nach Hause will.

Das ist schade. Denn Fischer hat etwas zu sagen. Und es ist nicht so, dass er dabei etwas -- oder gar, wie in Politikerbiografien durchaus üblich, das Entscheidende -- verschweigen würde. Die rot-grünen Jahre spannen den Bogen vom Kosovo-Konflikt bis zu den Terror-Anschlägen des 11. September, und da ist wirklich, das macht einem die Lesung wieder einmal deutlich bewusst, eine ganze Menge passiert in der Welt. Wie stark die deutsche Außenpolitik unter Fischer daran beteiligt war, zeigen Die rot-grünen Jahre auf. Und auch, wenn manche Mitstreiter wie Kanzler Gerhard Schröder in der Figurenzeichnung eher blass bleiben und man etwa über Fischers radikale Jugend eher wenig (und nichts Neues) erfährt, tritt der Autor hier doch so erfrischend selbstkritisch auf, dass das Hörbuch in dieser persönlichen Lesart doch noch zu etwas Besonderem wird.

?Warum musste die Geschichte ausgerechnet unter Rot-Grün so hart zuschlagen?? fragt sich Fischer einmal. Für die Spannungselemente dieser Memoiren allerdings war diese harte Zeit im Rückblick nicht verkehrt. Da kann man sicher über manche stimmliche Schwäche des Autors getrost hinweghören.-- Thomas Köster, Literaturanzeiger.de

4 CDs, ca. 322 Minuten

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Produkt-Bild: Mein langer Lauf zu mir selbst.

Mein langer Lauf zu mir selbst. von Joschka Fischer

Gebundene Ausgabe von Kiepenheuer & Witsch
Angebote ab EUR 0,78

ISBN: 3462027948, Erscheinungsdatum: 2000, Auflage: 1
Produktgruppe Bücher
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Aus der Amazon.de-Redaktion

Wenn eine bekannte Persönlichkeit des öffentlichen Lebens ein Buch schreibt, so handelt es sich normalerweise um eine Autobiographie. Wenn diese Persönlichkeit zusätzlich einen außergewöhnlichen Lebenswandel hinter sich hat, so wird dieses Buch zumeist auch ein Bestseller. Insofern ist Joschka Fischers Buch Mein langer Lauf zu mir selbst von vornherein prädestiniert, Top-Verkaufszahlen zu erzielen. Und in diesem Fall sind diese durchaus gerechtfertigt.

Die Veränderung des aktuellen Außenministers vom "wandelnden Faß" zum laufenden Asketen ist wohl niemandem entgangen, der sich auch nur etwas mit der Tagespolitik beschäftigt. Wie es dazu gekommen ist, schildert Fischer beeindruckend ehrlich und offen, mit Stolz, jedoch ohne daß seine Worte prahlerisch wirken. Er liefert dabei weniger eine Anleitung zum Abnehmen, sondern erzählt seine ganz persönliche Geschichte, die einen gewissen Vorbildcharakter nicht verhehlen kann. Im Mittelpunkt steht bei Fischer die bewußte Umprogrammierung des eigenen Lebensstils, ohne die eine solche Veränderung sicherlich nicht möglich ist, und bei der das Laufen eine entscheidende Rolle gespielt hat. Aus dem Mittel zum Zweck wurde eine für das Wohlbefinden notwendige Tätigkeit, die man allerdings nicht als Sucht bezeichnen sollte, und die in der erfolgreichen Teilnahme an einem Marathonlauf gipfelte.

Ein sehr positiv geschriebenes Buch, das den Leser zum Nachdenken über seinen eigenen Lebenswandel anregt. --Jens Keuchel

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Produkt-Bild: Mein langer Lauf zu mir selbst

Mein langer Lauf zu mir selbst von Joschka Fischer

Taschenbuch von Droemer Knaur
Angebote ab EUR 0,48

ISBN: 3426614782, Erscheinungsdatum: August 2001
Produktgruppe Bücher
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Aus der Amazon.de-Redaktion

Wenn eine bekannte Persönlichkeit des öffentlichen Lebens ein Buch schreibt, so handelt es sich normalerweise um eine Autobiographie. Wenn diese Persönlichkeit zusätzlich einen außergewöhnlichen Lebenswandel hinter sich hat, so wird dieses Buch zumeist auch ein Bestseller. Insofern ist Joschka Fischers Buch Mein langer Lauf zu mir selbst von vornherein prädestiniert, Top-Verkaufszahlen zu erzielen. Und in diesem Fall sind diese durchaus gerechtfertigt.

Die Veränderung des aktuellen Außenministers vom "wandelnden Faß" zum laufenden Asketen ist wohl niemandem entgangen, der sich auch nur etwas mit der Tagespolitik beschäftigt. Wie es dazu gekommen ist, schildert Fischer beeindruckend ehrlich und offen, mit Stolz, jedoch ohne daß seine Worte prahlerisch wirken. Er liefert dabei weniger eine Anleitung zum Abnehmen, sondern erzählt seine ganz persönliche Geschichte, die einen gewissen Vorbildcharakter nicht verhehlen kann. Im Mittelpunkt steht bei Fischer die bewußte Umprogrammierung des eigenen Lebensstils, ohne die eine solche Veränderung sicherlich nicht möglich ist, und bei der das Laufen eine entscheidende Rolle gespielt hat. Aus dem Mittel zum Zweck wurde eine für das Wohlbefinden notwendige Tätigkeit, die man allerdings nicht als Sucht bezeichnen sollte, und die in der erfolgreichen Teilnahme an einem Marathonlauf gipfelte.

Ein sehr positiv geschriebenes Buch, das den Leser zum Nachdenken über seinen eigenen Lebenswandel anregt. --Jens Keuchel

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Produkt-Bild: Die rot-grünen Jahre. Deutsche Außenpolitik - vom Kosovo bis zum 11. September: Deutsche Außenpolitik - vom Kosovo bis zum Irak

Die rot-grünen Jahre. Deutsche Außenpolitik - vom Kosovo bis zum 11. September: Deutsche Außenpolitik - vom Kosovo bis zum Irak von Joschka Fischer

Gebundene Ausgabe von Kiepenheuer & Witsch Verlag
Preis bei Amazon: EUR 22,90, Angebote ab EUR 0,86

ISBN: 3462037714, Erscheinungsdatum: Oktober 2007
Produktgruppe Bücher
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Nie wieder Krieg. Nie wieder Auschwitz. Diese zwei Prinzipien galten nicht nur für Joschka Fischer unumstößlich. Doch dann marschierte die serbische Armee 1999 im Kosovo ein. Deutschland musste sich entscheiden, entweder ?ethnische Säuberungen? zuzulassen oder erstmals seit 1945 wieder Krieg zu führen. Folglich steht die Kosovo-Krise im Zentrum dieses politischen Rückblicks. Zudem erörtert der Ex-Außenminister und -Vizekanzler den rot-grünen Wahlsieg 1998, die anschließenden Regierungsgeschäfte, die Partei-, Nahost- sowie Europapolitik samt EU-Osterweiterung. Anekdoten erzählen von Schröders Haifischlächeln, einem schmuddeligen Hotel in New York oder davon, worüber sich Madeleine Albright einmal köstlich amüsierte.

Staatstragend, offen und persönlich, mitunter ausschweifend erklärt, ja legitimiert der Politiker getroffene Entscheidungen. Der Leser jettet gleichsam mit Joschka Fischer durch die Welt -- von Konferenz zu Krisenherd und zurück nach Berlin. Da Fischers Erinnerungen immer länger wurden und zwei angekündigte Erscheinungstermine verschoben werden mussten, reifte die Idee heran, seine Sicht der Dinge in zwei Bücher zu fassen. Deshalb reichen die vorliegenden Memoiren nur bis zum 11. September 2001. In einem zweiten Band wird Fischer die Zeit vom Terror-Anschlag auf das World Trade Center bis zur Bundestagswahl 2005 beleuchten.

Laut Umfragen war Joschka Fischer jahrelang der beliebteste Politiker Deutschlands. Im politischen Alltag jedoch fühlte sich der Pragmatiker oft zwischen Bundeskanzler und grüner Partei wie ?eingeklemmt zwischen Baum und Borke?. Keinen Hehl macht der charismatische Macher daraus, dass ihn Parteilinke wie Jürgen Trittin mit ihren grundsätzlichen Vorbehalten und anstrengenden Diskussionen nerven. ?Politik kennt keinen Konjunktiv?, hält Fischer dagegen. So steht dieses Buch auch als Mahnung an Bündnis 90/Die Grünen, sich keinen politischen Illusionen hinzugeben. Vielmehr könne die Partei nur mittels realpolitischer Pragmatik zurück an die Regierung kommen. Und darum gehe es letztendlich in der Politik, so Realo Fischer überzeugt. --Herwig Slezak

Aus der Amazon.de-Hörbuchredaktion

Der Grüne Joschka Fischer ist müde. Das sieht man schon auf dem Cover des ersten Bandes seiner Memoiren, Die rot-grünen Jahre

. Das dort abgedruckte Porträtfoto, das niemand Geringerer als der Hausfotograf gealterter Rockstars, Jim Rakete, geschossen hat, zeigt einen in Würde ergrauten Pensionär, dessen Blick zwischen Lustlosigkeit und spöttischer Distanz zum Weltgeschehen changiert. Dass Deutschlands ehemaliger Außenminister müde ist, das hört man aber auch in dieser gegenüber der Buchausgabe gekürzten Hörbuchfassung an vielen Stellen klar heraus. Denn hin und wieder meint man in Fischers etwas monotoner Stimme die Langeweile eines Ruheständlers herauszuhören, den man aufgestört hat -- und der aus dem Studio am liebsten schnell wieder zurück nach Hause will.

Das ist schade. Denn Fischer hat etwas zu sagen. Und es ist nicht so, dass er dabei etwas -- oder gar, wie in Politikerbiografien durchaus üblich, das Entscheidende -- verschweigen würde. Die rot-grünen Jahre spannen den Bogen vom Kosovo-Konflikt bis zu den Terror-Anschlägen des 11. September, und da ist wirklich, das macht einem die Lesung wieder einmal deutlich bewusst, eine ganze Menge passiert in der Welt. Wie stark die deutsche Außenpolitik unter Fischer daran beteiligt war, zeigen Die rot-grünen Jahre auf. Und auch, wenn manche Mitstreiter wie Kanzler Gerhard Schröder in der Figurenzeichnung eher blass bleiben und man etwa über Fischers radikale Jugend eher wenig (und nichts Neues) erfährt, tritt der Autor hier doch so erfrischend selbstkritisch auf, dass das Hörbuch in dieser persönlichen Lesart doch noch zu etwas Besonderem wird.

?Warum musste die Geschichte ausgerechnet unter Rot-Grün so hart zuschlagen?? fragt sich Fischer einmal. Für die Spannungselemente dieser Memoiren allerdings war diese harte Zeit im Rückblick nicht verkehrt. Da kann man sicher über manche stimmliche Schwäche des Autors getrost hinweghören.-- Thomas Köster, Literaturanzeiger.de

4 CDs, ca. 322 Minuten

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Produkt-Bild: Die Rückkehr der Geschichte: Die Welt nach dem 11. September und die Erneuerung des Westens: Die Welt nach dem 11. September 2001und die Erneuerung des Westens

Die Rückkehr der Geschichte: Die Welt nach dem 11. September und die Erneuerung des Westens: Die Welt nach dem 11. September 2001und die Erneuerung des Westens von Joschka Fischer

Taschenbuch von Knaur TB
Preis bei Amazon: EUR 9,95, Angebote ab EUR 0,01

ISBN: 3426774658, Erscheinungsdatum: Juli 2006
Produktgruppe Bücher
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?Das Ende der Geschichte? proklamierte Francis Fukuyama 1992. Der Politikwissenschaftler geht davon aus, dass sich nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion die liberale Demokratie weltweit durchsetzen werde. Damit seien alle Widersprüche endgültig überwunden und die Geschichte zu Ende. Im Gegensatz dazu betitelt Joschka Fischer sein Buch mit ?Die Rückkehr der Geschichte?. Denn allerspätestens seit der Terror-Attacke des 11. September 2001 ist nach seiner Auffassung klar, dass das Weltgeschehen dauerhaft aktiv gestaltet werden muss -- und zwar primär durch die Politik, nicht durch die Wirtschaft.

Detailliert thematisiert Fischer sowohl die aktuelle als auch mögliche künftige Rolle der einzigen Supermacht USA. Dabei sucht der Grünen-Politiker die Kontroverse zu konservativen Theoretikern wie Robert Kagan. Letztendlich seien USA und Europa aufeinander angewiesen und verfolgten wie in Nahost ohnehin gemeinsame Interessen. Der Außenminister geht zudem davon aus, dass China am ehesten zu den USA aufschließen können wird. Allerdings spricht auch Fischer nicht an, dass China aufgrund seiner Ein-Kind-Politik im Ergebnis ähnlich wie Europa vor einem dramatischen Überalterungsproblem steht.

Weiter wirbt Fischer für die EU-Verfassung, eine erweiterte Union, eine EU-Perspektive der Türkei sowie eine strategische Partnerschaft mit Russland. Und der Außenminister warnt vor dem Islamismus, den er wie Kommunismus und Faschismus als totalitäre Gefahr brandmarkt. Globalisierung sieht der deutsche Vizekanzler als ?objektive Notwendigkeit? und definiert sie als ?alternativlose Durchsetzung des westlichen Wirtschafts- und Konsummodells?.

Amerikanisch-kühn bringt es Joschka Fischer sicher nicht auf den Punkt. Vielmehr prägt das Buch des Außenministers klassisch-deutsche Gründlichkeit. Vom alten Griechenland bis zur New Economy schweifen die weltumspannenden Gedanken des Grünen-Politikers. Den Status quo klopft Fischer wiederholt gründlich ab. Doch daraus entwickelte Szenarien bleiben oft vage. So fordert der Außenminister, dass die Vereinten Nationen reformiert werden müssen, um dem Frieden besser zu dienen. Viel konkreter wird seine Vision einer neuen Weltordnung jedoch nicht. Auf alle Fälle gerät Die Rückkehr der Geschichte aufgrund der vorgezogenen Bundestagswahlen zu einer Art Vermächtnis. Andererseits: Schnell geschlagen gab sich Joschka Fischer noch nie. --Herwig Slezak

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Produkt-Bild: "I am not convinced": Der Irak-Krieg und die rot-grünen Jahre

"I am not convinced": Der Irak-Krieg und die rot-grünen Jahre von Joschka Fischer

Taschenbuch von Knaur TB
Preis bei Amazon: EUR 12,99

ISBN: 3426785307, Erscheinungsdatum: Mai 2012
Produktgruppe Bücher
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Produktbeschreibung

Der Irak-Krieg und die rot-grünen Jahre
Erscheinungsjahr: 2012
Abmessungen: 210 mm x 135 mm
Von Fischer, Joschka

Im zweiten Band seiner Memoiren blickt der ehemalige Außenminister auf die letzten Jahre der rot-grünen Koalition. Die Folgen des 11. September 2001 stellten auch die deutsche Regierung vor dramatische Herausforderungen. Joschka Fischer berichtet über die Hintergründe und bezieht Stellung zu Themen, die bis heute ganz oben auf der politischen Agenda stehen.

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Produkt-Bild: Der Unvollendete. Das Leben des Joschka Fischer

Der Unvollendete. Das Leben des Joschka Fischer von Matthias Geis, Bernd Ulrich

Gebundene Ausgabe von Fest
Preis bei Amazon: EUR 24,90, Angebote ab EUR 3,29

ISBN: 3828601758, Erscheinungsdatum: 2002
Produktgruppe Bücher
Zoom ± Produkt-Bild: Der Unvollendete. Das Leben des Joschka Fischer

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Halbherzigkeiten sind seine Sache nicht. Wenn Joschka Fischer etwas macht, dann geht er ganz in seiner Rolle auf. Und wenn er von etwas überzeugt ist, entwickelt er enorme Energien, andere auf seinen Weg zu zwingen. Das Problem ist nur, dass er scheinbar von nichts lange überzeugt ist, was ihn nicht weiterbringt. Das hat ihm den Ruf des Opportunisten eingebracht. Dass es sich der Metzgersohn aus der württembergischen Provinz auf seinem windungsreichen Marsch durch die Institutionen vom großen Zampano der linksradikalen Frankfurter Spontiszene zum seriösen Vizekanzler und außenpolitischen Musterknaben moralisch niemals leicht gemacht hat, belegen die Journalisten Matthias Geis (Die Zeit) und Bernd Ulrich (Tagesspiegel). In ihrem Buch mit dem bezeichnenden Titel Der Unvollendete. Das Leben des Joschka Fischer zeichnen sie den Werdegang des Grünen nach.

Vortrefflich illustriert mit einer Fülle teils privater, teils erstmals veröffentlichter Fotos, die oft mehr als tausend Worte sagen, dokumentieren die Autoren die unglaublichen Metamorphosen Fischers. Ihrer Einschätzung nach hat der Spitzenpolitiker wie kaum ein anderer den grünen Widerspruch aus Oppositionsgeist und Machtstreben, den Angriff auf alles Etablierte und zugleich die Sehnsucht danach verkörpert. Es geht ihnen dabei nicht nur um eine weitere Biografie oder gar eine Abrechnung. Davon gibt es bereits mehr als über manch Altgedienten. Geis und Ulrich interessiert vielmehr das Phänomen Fischer. Wie es etwa kommt, dass sich ein Schulabbrecher zum anerkannten Intellektuellen und Ideologen des Klassenkampfes aufschwingen konnte. Wie es einem politisch desorientierten Verlegenheits-Grünen gelang, sich die widerspenstige Anti-Establishment-Partei gefügig zu machen und als Vehikel zur Machtteilhabe zu instrumentalisieren. Oder wie es möglich sein konnte, dass ein enttarnter ehemaliger Polizistenschläger der Liebling der Nation bleiben konnte.

Trotz ihres Hangs zum Psychologisieren ist Matthias Geis und Bernd Ulrich ein rundum spannendes, gut lesbares und auch in seiner Knappheit bestechendes Buch gelungen -- auch auf den Verdacht hin, dass die beiden hier und da ungewollt Fischers mit Leidenschaft betriebener Selbstinszenierung und Legendenbildung aufgesessen sein könnten. --Roland Detsch

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Produkt-Bild: Meine Jahre mit Joschka: Nachrichten von fetten und mageren Zeiten

Meine Jahre mit Joschka: Nachrichten von fetten und mageren Zeiten von Jürgen Schreiber

Gebundene Ausgabe von Econ
Preis bei Amazon: EUR 7,85, Angebote ab EUR 0,98

ISBN: 3430300339, Erscheinungsdatum: Sept. 2007
Produktgruppe Bücher
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Womöglich eine interessante Erfahrung für Joschka Fischer. Parallel zur eigenen, dröhnend gewichtigen Stimme, quatscht da noch diese andere, schwächere, dazwischen. Ungefragt - und dazu noch in gänzlich anderer Tonart! Just in dem Moment, als der grüne Ex-Außenminister den ersten Teil seiner Erinnerungen medienweit bewirbt, pfuscht dieser merkwürdig präzise Beobachter und Nichtfreund dazwischen. Einer, der Fischer ?in fetten wie in mageren Zeiten? einige Jahre umschweben durfte. Und dabei Eindrücke und Erkenntnisse ganz eigener Art gewann. Dass der Enthüllungsjournalist Jürgen Schreiber in seinem biografischen Ansatz keine unumstrittene Figur ist, weiß man spätestens seit seinem spukhaft genialischen Familienporträt des Malers Gerhard Richter. Der Mann spekuliert, fabuliert - und ? man staune! -, zerrt in seinen besten Momenten Dinge ans Licht, die ein Weltbild verändern können. Fischers Freund wird man so nie!

1983: Die Grünen ziehen in den Bundestag ein. ?Rauschebärte, Gesundheitsschlappen, Fünf-vor-zwölf-Gesichter. Je greller das Outfit, desto tragischer die Biografien?. Ein mäßig begeisterter Schreiber betritt zu diesem Zeitpunkt Fischers Leben. Wird Zeuge, wie der schon früh die Klaviatur der Medien zu beherrschen beginnt. Sich hochrüstet. Wie hatte Fischer doch dem frühverstorbenen Kultautor Jörg Fauser zugeraunt: ?Sagen wir es doch ganz offen, es gibt eine Triebhaftigkeit beim Kampf um die Macht!? - Davon und von nichts anderem berichtet dieses Psychogramm eines Aufsteigers. Taxi Driver, Sponti, Bockenheimer Polizistenschreck, Turnschuhminister... Unmerklich wie die Lederjacke, ändert sich auch der Soundtrack. Statt ?Born to be wild? nun ?Kuschelrock 10?. Im Dreiteiler! Schreiber, der den langen Lauf in die Machtzentralen und gegen die Fettleibigkeit begleitete, dreht so manchem Mythos schnöde den Hahn zu.

Geburt und Vergehen der Grünen und ihres Großen Vorsitzenden, bei Schreiber eine grandiose, melancholische und pophistorische Geschichtsstunde. Gehalten aus der Froschperspektive, die diesmal die genauere ist. Am Ende aller politischen Verrenkungen bis hin zur Unkenntlichkeit, taucht das Bildnis des einstigen Streetfighters noch einmal aus dem Orkus der Geschichte auf. Gibt?s nicht mehr. Stattdessen noch ein Doktorhut, eine staatstragende Rede. Das Bekenntnis, nie mehr zurückzukehren. Schreiber, diesmal zartbitter. ?Nach sieben mausgrauen Jahren Rot-Grün hundert Jahre Einsamkeit im Blick?. Vermutlich ist auch dies präzise beobachtet. ?Ravi Unger

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Produkt-Bild: Die Rückkehr der Geschichte: Die Welt nach dem 11. September 2001 und die Erneuerung des Westens

Die Rückkehr der Geschichte: Die Welt nach dem 11. September 2001 und die Erneuerung des Westens von Joschka Fischer

Gebundene Ausgabe von Kiepenheuer & Witsch
Preis bei Amazon: EUR 19,90, Angebote ab EUR 1,85

ISBN: 3462030353, Erscheinungsdatum: Juni 2005, Auflage: 1.
Produktgruppe Bücher
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?Das Ende der Geschichte? proklamierte Francis Fukuyama 1992. Der Politikwissenschaftler geht davon aus, dass sich nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion die liberale Demokratie weltweit durchsetzen werde. Damit seien alle Widersprüche endgültig überwunden und die Geschichte zu Ende. Im Gegensatz dazu betitelt Joschka Fischer sein Buch mit ?Die Rückkehr der Geschichte?. Denn allerspätestens seit der Terror-Attacke des 11. September 2001 ist nach seiner Auffassung klar, dass das Weltgeschehen dauerhaft aktiv gestaltet werden muss -- und zwar primär durch die Politik, nicht durch die Wirtschaft.

Detailliert thematisiert Fischer sowohl die aktuelle als auch mögliche künftige Rolle der einzigen Supermacht USA. Dabei sucht der Grünen-Politiker die Kontroverse zu konservativen Theoretikern wie Robert Kagan. Letztendlich seien USA und Europa aufeinander angewiesen und verfolgten wie in Nahost ohnehin gemeinsame Interessen. Der Außenminister geht zudem davon aus, dass China am ehesten zu den USA aufschließen können wird. Allerdings spricht auch Fischer nicht an, dass China aufgrund seiner Ein-Kind-Politik im Ergebnis ähnlich wie Europa vor einem dramatischen Überalterungsproblem steht.

Weiter wirbt Fischer für die EU-Verfassung, eine erweiterte Union, eine EU-Perspektive der Türkei sowie eine strategische Partnerschaft mit Russland. Und der Außenminister warnt vor dem Islamismus, den er wie Kommunismus und Faschismus als totalitäre Gefahr brandmarkt. Globalisierung sieht der deutsche Vizekanzler als ?objektive Notwendigkeit? und definiert sie als ?alternativlose Durchsetzung des westlichen Wirtschafts- und Konsummodells?.

Amerikanisch-kühn bringt es Joschka Fischer sicher nicht auf den Punkt. Vielmehr prägt das Buch des Außenministers klassisch-deutsche Gründlichkeit. Vom alten Griechenland bis zur New Economy schweifen die weltumspannenden Gedanken des Grünen-Politikers. Den Status quo klopft Fischer wiederholt gründlich ab. Doch daraus entwickelte Szenarien bleiben oft vage. So fordert der Außenminister, dass die Vereinten Nationen reformiert werden müssen, um dem Frieden besser zu dienen. Viel konkreter wird seine Vision einer neuen Weltordnung jedoch nicht. Auf alle Fälle gerät Die Rückkehr der Geschichte aufgrund der vorgezogenen Bundestagswahlen zu einer Art Vermächtnis. Andererseits: Schnell geschlagen gab sich Joschka Fischer noch nie. --Herwig Slezak

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